Ein Engel
Es war einmal ein Baby im Bauch seiner
Mutter, welches bereit war geboren zu
werden…
Das Baby fragte Gott:
"Wie soll ich auf der Erde leben, wo
ich
doch so klein und hilflos bin?
Wie werde ich singen und lachen können, um
fröhlich zu sein?
Wie soll ich die Menschen verstehen, wenn
ich
die Sprache nicht kenne?
Was werde ich tun, wenn ich zu Dir sprechen
will, Gott?
Und wer wird mich beschützen?"
Und Gott antwortete dem Baby:
"Ich habe für dich ein Engel
ausgewählt,
der über dich wachen wird, bis du erwachsen
bist.
Dein Engel wird für dich singen und auch für
dich lachen.
Und du wirst die Liebe deines Engels fühlen
und sehr glücklich sein.
Dein Engel wird dir die schönsten und
süßesten Worte sagen, die du jemals hören
wirst.
Mit viel Ruhe und Geduld wird dein Engel
dich
lehren zu sprechen.
Dein Engel wird deine Hände aneinanderlegen
und dich lehren zu beten.
Dein Engel wird dich verteidigen, auch wenn
er dabei sein Leben riskiert."
In diesem Moment riefen Stimmen der Erde den
Namen des Babys, denn es sollte nun geboren
werden.
Voller Erwartung sprach das Baby ein letztes
Mal zu Gott:
"Oh Gott Ich muss jetzt von dir gehen.
Bevor ich dich jetzt verlasse, sage mir
bitte
den Namen meines Engel."
Und Gott sprach:
"Ihr Name ist nicht wichtig. Nenne sie
einfach Mama!“
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Abschied konnte ich nehmen
aber das trauern wird nie aufhören,
trauern heißt für mich, Dich vermissen,
keine Antworten auf Fragen bekommen,
die nur Du beantworten könntest.
Dieser unbeschreibliche Schmerz.
Einfach aus meinem Leben gerissen.
Ein leerer Platz, mit nichts zu füllen.
Zu wissen, Dich nie wieder zu sehen,
zu hören, zu spüren.
Ich muss heute noch weinen,
wenn ich Bilder von Dir anschaue.
Du warst damals jünger,
als es meine Kinder heute sind.
Meine Trauer hört nie auf.
Mit der Zeit ging dieser grelle Schmerz,
er ist nun gleichmäßig dumpf.
Ich habe immer noch den alten Pullover
von Dir, ab und zu hole ich ihn hervor,
schließe die Augen und dann bist Du bei mir.
Nach all den Jahren vermisse ich Dich noch
immer, fehlst Du mir.
Abschied konnte ich nehmen aber die Trauer
bleibt.
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EIN KLEINES ZEICHEN
Ein kleines Zeichen nur von Dir,
liebes Kind, das wünsch' ich mir...
das mir sagt, es geht Dir gut;
das neue Hoffnung bringt und Mut.
Wie lebt es sich im Sternenland,
mit anderen Kindern Hand in Hand?
Ist es da wirklich bunt und schön,
und könnt Ihr uns von dort aus sehen?
Ihr seid bestimmt ein munteres Völkchen;
tobt lustig durch die Kuschelwölkchen
und spielt den lieben langen Tag...
das sind Gedanken, die ich mag!
Zwar werdet Ihr uns immer fehlen,
doch würde es uns nicht so quälen,
hätten wir die Sicherheit:
es geht Euch gut für alle Zeit!
Ein Schmetterling oder ein Traum,
ein wunderschöner Apfelbaum,
ein Wölkchen gar, ein Schneckenhaus -
wie sieht dieser Gruß wohl aus?
Ich geb' nicht auf, werd' immer hoffen
und halte stets die Augen offen,
denn eines Tag's wird's mich erreichen:
von meinem Kind ein kleines Zeichen...
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Kinderaugen
Link https://www.mama-tempo.de/kinderaugen.htm
Ich bin ein Kind dieser Welt!
Ich bin schwach, Du bist stark!
Warum musst Du mir Deine Stärke zeigen?
Wie sollen meine Kinderaugen dies verstehen?
Du hast mich 9 Monate unter Deinem Herzen getragen!
Jeden Herzschlag von Dir - hab ich gespürt und aufgenommen!
Jeden Atemzug von Dir hab ich wahrgenommen!
Ich hab nach meiner Geburt, in Deinen Händen gelegen!
Wie können mir diese Hände heute wehtun?
Wie sollen meine Kinderaugen dies verstehen?
Ich suche heute mit meinen Kinderaugen nach etwas liebe - von Dir!
Warte auf ein liebes Wort - von Dir!
Warte auf einen Kuss - von Dir!
Würde so gerne einmal in Deinen Armen liegen!
Warum kommt nur Schmerz von Dir - zu mir?
Wie sollen meine Kinderaugen dies verstehen?
Ich suche verzweifelt nach einem Blick - von Dir!
Ich bin auch immer artig, dann kannst Du nicht mit mir schimpfen!
Ich sage auch kein böses Wort!
Warum werde ich schon wieder geschlagen?
Wie sollen meine Kinderaugen dies verstehen?
Mein Körper hat zwar flecken, doch hab ich Dich immer noch lieb!
Ich freue mich auch jetzt über jedes liebe Wort - von Dir!
Bitte sag mir einmal etwas Liebes, ich warte doch so darauf!
Warum muss ich so lange warten?
Wie sollen meine Kinderaugen dies verstehen?
Wenn ich auf der Straße gehe, schau ich auf den Boden, es soll ja keiner meine Tränen sehen!
Ich erzähle keinem etwas über Dich!
Wenn einer nach Dir fragt, sag ich immer, wie lieb ich Dich hab!
Warum kannst Du dies mir nicht auch einmal sagen?
Wie sollen meine Kinderaugen dies verstehen?
Ich möchte mit Dir Hand in Hand durch das Leben gehen!
Ich möchte von Dir lernen!
Ich möchte meine Erlebnisse mit Dir teilen!
Warum tust Du mir nur so weh?
Wie sollen meine Kinderaugen dies verstehen?
Ich sehe um mich herum, so viel Schönes, warum kann ich dies nicht erleben?
Ich sehe um mich herum, so viel Liebe, warum kann mir diese keiner geben?
Ich möchte doch nicht viel in diesem Leben!
Warum nur, kannst Du mir dies nicht geben?
Wie sollen meine Kinderaugen dies verstehen?
Heute bin ich an einem anderen Ort!
Einer Deiner Schläge war zu viel!
Mein Köper war zu schwach, ich kann jetzt nicht mehr bei Dir sein!
Warum stehst Du jetzt an meinem Grab und weinst?
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Kleine Seele ich lass Dich gehn,
denn ich weiss, wir werden uns wiedersehn!
Dein Leben hier auf Erden ist nun vorbei.
Ich liebe Dich, deshalb geb ich Dich frei.
Auch wenn mein Herz mich schmerzt so sehr,
die Erinnerung an Dich nimmt mir keiner mehr.
Nun lass ich Dich gehn so weit fort,
über die Regenbogenbrücke an einen besseren
Ort.
Kleine Seele ich lass Dich gehn,
denn ich weiss, wir werden uns wiedersehn!
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Eines Nachts hatte ich einen Traum.
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklem Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fussspuren im Sand, meine eigene und die meines Herrn.
Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte, dass an vielen Stellen meines Lebensweges
nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.
Besorgt fragte ich den Herrn: " Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein, aber jetzt entdecke ich, dass
in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?"
Da antwortete er: " Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort, wo nur du eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen."